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Spotlight Forschung

„Mit etwas Geduld lassen sich neue Ideen in die Welt bringen“

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Portrait Prof. Dr. Martina Brandt © Aliona Kardash​/​TU Dortmund
Martina Brandt ist seit 2014 Professorin für Sozialstruktur und Soziologie alternder Gesellschaften an der TU Dortmund.
Prof. Martina Brandt erforscht alternde Gesellschaften und interessiert sich dabei besonders für Familien, Gesundheit, Pflege sowie die Auswirkungen sozialer Ungleichheit. Als Leiterin der Sachverständigenkommission verantwortete sie den 9. Altersbericht der Bundesregierung, der 2025 veröffentlicht wurde. Im Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen mit Wissenstransfer, Politikberatung und gelingender Wissen­schafts­kommunikation.

Frau Prof. Brandt, womit beschäftigen Sie sich in Ihrer Forschung?

Ich erforsche gesellschaftliche Aspekte des Alterns, was natürlich eine große thematische Bandbreite umfasst – umso mehr, da ich mit vielen internationalen Teams zusammenarbeite. Das ist auch sinnvoll, denn durch den Vergleich von verschiedenen Ländern erhält man wertvolle Erkenntnisse darüber, wie unterschiedlich Gesellschaften mit dem Altern umgehen. Die Herausforderungen sind dabei aber ähnlich: Wie erhält man die Gesundheit, welche Rolle spielen Familienstrukturen, wie entwickelt sich soziale Ungleichheit in unterschiedlichen Kontexten? Natürlich ist auch der Klimawandel bzw. die Klimakrise ein drängendes Thema. In Verbindung mit dem Älterwerden schauen wir hier bislang vor allem auf gesundheitliche Risiken, etwa durch Hitze, aber Fragen nach Generationen- und Klimagerechtigkeit oder wie Ältere nachhaltiger handeln, sind noch kaum erforscht. Das möchte ich gerne ändern.