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81. Dortmunder Dialog: Prof. Dr. Jürgen Howaldt nahm vor mehr als 100 Gästen, darunter Dortmunder OB und Rektor der TU DO, Preis entgegen

Dortmunder Dialog Preis an Sozialforschungsstelle verliehen

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Der Veranstaltungstitel als Powerpoint-Folie an der Wand. © sfs

Im Rahmen des 81. Dortmunder Dialogs am 24. August 2022, der unter dem Motto „Digital und sozial – Innovation im 21. Jahrhundert“ stattfand, wurde die Sozialforschungsstelle mit dem Dortmunder Dialog Preis 2022 geehrt. Rund 100 Gäste wohnten der Veranstaltung bei. Die Veranstaltung, die von der GFS (Gesellschaft zur Förderung des Strukturwandels in der Arbeitsgesellschaft e.V.) ausgerichtet wurde, fand in der Stahlhalle der DASA – Arbeitsweltausstellung statt.

Dr. Bettina Horster, Vorstandsvorsitzende der GFS, und Prof. Dr. Beate Beermann, Vizepräsidentin der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), eröffneten die Veranstaltung und führten in das Thema ein.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal sprach die Laudatio zur Verleihung des Dortmunder Dialog Preises 2022. Die Sozialforschungsstelle wurde für mittlerweile 75 Jahre sozialwissenschaftlicher Forschung in Dortmund und ihr Wirken mit und in der Stadtgesellschaft Dortmunds ausgezeichnet. Thomas Westphal zeichnete in seiner Rede die Geschichte der sfs nach und betonte, dass die Sozialforschungsstelle maßgebliche Impulse liefere, um die drängenden Fragen im Kontext der digitalen Arbeitsgesellschaft zu beantworten. Zuletzt hob er hervor, dass es das Zusammenspiel von technischen und sozialen Innovationen in einer Zeit, die zunehmend von Umbrüchen und Krisen geprägt ist, mehr denn je brauche.

Oberbürgermeister Thomas Westphal, Prof. Dr. Howaldt und GFS-Vorstandsvorsitzende Dr. Bettina Horster (v. l. n. r.).

Anschließend überreichten Herr Westphal und Frau Dr. Horster die Preis-Skulptur dem Direktor der Sozialforschungsstelle, Prof. Dr. Jürgen Howaldt.

Prof. Dr. Jürgen Howaldt bedankte sich für die große Ehre und hob hervor, dass das Wirken des Instituts auf der Arbeit aller Mitarbeitenden beruhe, und er deshalb den Preis stellvertretend für alle sfs-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entgegennehme, ebenso wie für alle Ehemaligen, die in der Vergangenheit und aktuell wichtige Impulse für die Wissenschaft und die Stadt gegeben haben.

Danach skizzierte er mit seinem Vortrag „Innovation neu denken – die wachsende Bedeutung sozialer Innovation“, wie soziale Innovationen verschiedenste Politikfelder adressieren und zur Lösung von drängenden Nachhaltigkeitsproblemen beitragen können. Dabei machte er auf die tragende Rolle der Hochschulen in diesem Prozess aufmerksam.

Prof. Dr. Jürgen Howaldt bei seinem Vortrag.

Die von Dr. Hans Werner Franz, Geschäftsführer der GFS, moderierte Podiumsdiskussion beleuchtete das Thema soziale Innovationen aus verschiedenen Perspektiven. Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund, betonte die Notwendigkeit von Innovationen insbesondere, um der Klimakrise zu begegnen. Dr. Klaus Peters, Generalsekretär der European Steel Technology Platform (ESTEP), hob die Bedeutung sozialer Innovationen im Prozess der Dekarbonisierung der Stahlindustrie hervor. Die Dortmunder Bundestagsabgeordnete Sabine Poschmann stellte die Bedeutung sozialer Innovationen für soziales Unternehmertum heraus. Prof. Dr. Beate Beermann betonte, dass im Kontext von Digitalisierung und neuen Arbeitsformen die Wissenschaft besonders in der Analyse und Entwicklung von neuen Konzepten gefordert sei. Die Vorsitzende des DGB Dortmund-Hellweg Jutta Reiter wies darauf hin, dass der Mensch bei den Transformationsprozessen in der Arbeitswelt im Mittelpunkt stehen müsse und Veränderungen in den Betrieben gemeinsam mit den Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen angegangen werden müssten.

Jutta Reiter, Prof. Dr. Beate Beermann, Dr. Hans Werner Franz, Sabine Poschmann, Prof. Dr. Manfred Bayer und Dr. Klaus Peters (v. l. n. r.).

Der Abend klang mit einem lockeren Beisammensein aus.

Der E-Ofen der Stahlhalle veredelte früher im Stahlwerk Hoesch Schrott zu Stahl. Diese historische Atmosphäre repräsentierte die Entwicklungen der Arbeitswelt auch noch einmal symbolisch, und führte die Notwendigkeit vor Augen, Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu finden, die nicht nur die technischen, sondern auch die sozialen Erfordernisse einer Gesellschaft im Wandel berücksichtigen.

Impressionen vom Abend

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.